HIV, AIDS und kardiovaskuläres Risiko

Abstract

Die Infektion mit dem HI-Virus betrifft nicht nur das Immunsystem des menschlichen Organismus, vielmehr schließt sie eine Reihe weiterer Organsysteme mit ein. So wird angenommen, dass bei 5–15% der HIV-positiven Patienten kardiale Manifestationen auftreten. Eine der wichtigsten kardialen Manifestationen stellt die Herzinsuffizienz im Rahmen einer HIV-Infektion dar. Die Ursachen für das Auftreten einer HIV-assoziierten Kardiomyopathie sind dabei vielschichtig. Zum einen weisen Personen mit einer HIV-Infektion eine erhöhte Anzahl klassischer Risikofaktoren für die Ausbildung einer Myokardschädigung auf. Dazu kommen HIV-spezifische Risikofaktoren, einschließlich opportunistischer Infektionen, antiretroviraler Substanzen oder dem HI-Virus selber. Der vorliegende Beitrag liefert einen Überblick über die bisherigen Erkenntnisse zur Ausbildung einer kardialen Dysfunktion im Rahmen eines komplexen infektiösen Krankheitsbildes. The infection with the human immunodeficiency virus (HIV) is not only associated with a dysfunction of the immune system. Other organs are often affected in patients with HIV-infection, as well. In particular, an increased cardiovascular risk profile leads to an increasing rate of morbidity and mortality due to cardiac disorders, including heart failure and HIV-associated cardiomyopathy in this patient population. However, not only classic risk factors such as smoking, hypertension or dysregulation of lipid and glucose metabolisms are the reasons of HIV-associated myocardial dysfunction. Especially these subjects are also prone to opportunistic infections, side effects of antiretroviral therapy or the HI-virus itself.

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